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Betriebskostenabrechnung Muster: Vorlage + Ausfüllhilfe 2024

📅 Veröffentlicht am 30. January 2026 🔄 Aktualisiert am 22. February 2026 👁️ 90 Aufrufe Video

"Welche Kosten kann ich eigentlich auf meine Mieter umlegen?" und "Wie erstelle ich eine rechtssichere Betriebskostenabrechnung?" - Diese Fragen stellen sich jährlich tausende Vermieter in Deutschland. Eine fehlerhafte Abrechnung kann schnell zu Rückforderungen oder langwierigen Streitigkeiten führen.

Die Betriebskostenabrechnung ist eine der wichtigsten Pflichten als Vermieter, aber auch eine der fehleranfälligsten. Mit den richtigen Vorlagen und einer systematischen Herangehensweise sparst du nicht nur Zeit, sondern vermeidest auch kostspielige Fehler. In diesem Artikel erhältst du eine kostenlose Vorlage und eine detaillierte Anleitung zur korrekten Erstellung deiner Betriebskostenabrechnung.

Rechtliche Grundlagen der Betriebskostenabrechnung

Die Betriebskostenabrechnung basiert auf zwei wesentlichen Rechtsgrundlagen: dem BGB §556 und der Betriebskostenverordnung (BetrKV). Diese Gesetze regeln, welche Kosten du als Vermieter auf deine Mieter umlegen kannst und wie die Abrechnung zu erfolgen hat.

Umlagefähige Betriebskosten nach BetrKV:

  • Grundsteuer
  • Wasserversorgung und Entwässerung
  • Heizungs- und Warmwasserkosten
  • Aufzugskosten
  • Straßenreinigung und Müllbeseitigung
  • Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung
  • Gartenpflege
  • Beleuchtung
  • Schornsteinreinigung
  • Sach- und Haftpflichtversicherung
  • Hausmeisterkosten
  • Gemeinschaftsantenne/Breitbandkabel (mit Änderungen 2024)
  • Maschinen- und Anlagenkosten
  • Sonstige Betriebskosten

Wichtige Neuerungen 2024: Die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs für Kabelgebühren bedeutet, dass Vermieter diese Kosten nicht mehr automatisch auf Mieter umlegen können. Zudem gilt die CO2-Kostenteilung zwischen Vermieter und Mieter je nach Energieeffizienz des Gebäudes.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Betriebskostenabrechnung erstellen

Schritt 1: Vorbereitung und Datensammlung

Sammle alle Belege und Rechnungen des Abrechnungszeitraums. Dazu gehören:

  • Grundsteuerbescheid
  • Rechnungen der Versorgungsunternehmen
  • Heizungsabrechnungen
  • Hausmeister- und Dienstleisterrechnungen
  • Versicherungsunterlagen

Schritt 2: Kostenverteilung berechnen

Jede Betriebskostenart wird nach einem bestimmten Verteilerschlüssel umgelegt:

Beispielrechnung Wasserkosten:
Gesamtkosten Wasser: 2.400 €
Gesamtwohnfläche: 800 m²
Kosten pro m²: 2.400 € ÷ 800 m² = 3,00 €/m²
Anteil Wohnung (80 m²): 80 m² × 3,00 € = 240 €

Diese Berechnung manuell durchzuführen ist fehleranfällig und zeitaufwändig. Der Nebenkosten-Assistent berechnet das automatisch und rechtssicher. Jetzt kostenlos ausprobieren

Schritt 3: Vorauszahlungen gegenrechnen

Ziehe die geleisteten Vorauszahlungen vom errechneten Kostenanteil ab:

Kostenanteil: 240 €
Vorauszahlungen (12 × 15 €): 180 €
Nachzahlung: 60 €

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Falsche Verteilerschlüssel

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung falscher Verteilerschlüssel. Heizkosten müssen beispielsweise zu mindestens 50% nach Verbrauch abgerechnet werden, höchstens jedoch zu 70% nach Wohnfläche.

Dieser Fehler kommt häufig vor und kann zu Rückforderungen führen. Unser Tool prüft automatisch auf solche Fehler. Kostenlos testen

Fehler 2: Verjährung der Abrechnung

Die Betriebskostenabrechnung muss bis zum 31. Dezember des Folgejahres erstellt werden. Nach Ablauf dieser Frist können Nachforderungen nicht mehr geltend gemacht werden.

Fehler 3: CO2-Kosten vollständig auf Mieter umlegen

Seit 2023 müssen CO2-Kosten je nach Energieeffizienz des Gebäudes zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden. Bei sehr effizienten Gebäuden trägt der Mieter 100%, bei ineffizienten Gebäuden kann der Vermieteranteil bis zu 95% betragen.

Kostenlose Muster-Vorlage für deine Betriebskostenabrechnung

Eine strukturierte Vorlage hilft dir dabei, alle wichtigen Punkte zu berücksichtigen:

Kopfbereich:

  • Vermieter- und Mieterdaten
  • Objektbezeichnung
  • Abrechnungszeitraum
  • Abrechnungseinheiten (Wohnfläche, Anzahl Personen)

Kostentabelle:

  • Betriebskostenart
  • Gesamtkosten
  • Verteilerschlüssel
  • Anteil der Wohneinheit
  • Vorauszahlungen
  • Nachzahlung/Guthaben

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Praktische Tipps für eine rechtssichere Abrechnung

Dokumentation ist alles

Bewahre alle Belege mindestens drei Jahre auf und erstelle eine nachvollziehbare Dokumentation deiner Berechnungen. Im Streitfall musst du jeden Posten belegen können.

Fristen einhalten

Markiere dir den 31. Dezember des Folgejahres als absolute Deadline für die Zustellung der Betriebskostenabrechnung. Nutze am besten Einschreiben mit Rückschein als Nachweis.

Transparenz schaffen

Je transparenter deine Abrechnung, desto weniger Rückfragen erhältst du. Erkläre ungewöhnliche Kostensteigerungen und stelle bei Nachfragen die Belege zur Einsicht bereit.

Checkliste: Betriebskostenabrechnung prüfen

Bevor du die Abrechnung versendest, prüfe folgende Punkte:

  • ✅ Alle umgelegten Kosten sind betriebskostenfähig
  • ✅ Richtige Verteilerschlüssel verwendet
  • ✅ CO2-Kosten korrekt zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt
  • ✅ Vorauszahlungen vollständig berücksichtigt
  • ✅ Berechnungen mathematisch korrekt
  • ✅ Belege vollständig und lesbar
  • ✅ Frist eingehalten
  • ✅ Rechtschreibung und Formatierung geprüft

Zusammenfassung: Die wichtigsten Takeaways

  • Rechtssicherheit: Nur Kosten nach BetrKV sind umlagefähig - beachte die Neuerungen 2024 bei Kabelgebühren und CO2-Kosten
  • Korrekte Berechnung: Verwende die richtigen Verteilerschlüssel und dokumentiere alle Berechnungsschritte nachvollziehbar
  • Fristen beachten: Die Abrechnung muss bis 31. Dezember des Folgejahres beim Mieter eingehen
  • Fehler vermeiden: Häufige Stolpersteine sind falsche Verteilerschlüssel und die vollständige Umlage von CO2-Kosten
  • Systematisches Vorgehen: Mit der richtigen Vorlage und Checkliste sparst du Zeit und vermeidest Fehler

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